MINT, diesen Begriff verbinden viele erst einmal mit der beliebten Geschmacksrichtung von Pfefferminz. Doch als Abkürzung gebraucht, verweist MINT auf Berufsfelder, die so interessant und vielseitig sind, dass der Kick von Pfefferminz recht blass daneben wirkt.


MINT steht für Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik. Das klingt zunächst abstrakt, wird aber mit einem Blick hinter die Kulissen anschaulich und ungeheuer spannend. Wer genau hinschaut, welche Berufsfelder sich hinter MINT verbergen, dem wird sich eine Welt der ungeahnten Möglichkeiten öffnen. Das ist nicht anders, als mit Neugier ein Kaugummi zu testen und plötzlich auf neue, frische, vielleicht Minze-Geschmackserlebnisse zu stoßen.
Die Palette der MINT-Berufe reicht von A wie Anlagenmechaniker/in über M wie Mediengestalter/in bis Z wie Zerspanungsmechaniker/in. Sie umfasst auch etliche hoch spezialisierte und attraktive Jobs, die bislang noch wenig bekannt sind, wie Geomatiker/in, Milchtechnologe/-technologin oder Pharmakant/in.


Die Tätigkeitsfelder sind allesamt abwechslungsreich und vor allem zukunftsträchtig. Ein Beispiel ist der Ausbildungsberuf Fachinformatiker/in Fachrichtung Anwendungsentwicklung. In der Corona-Krise haben IT-Anwendungen einen neuen Schub erfahren, eine Entwicklung, die sich im Zuge der Digitalisierung weiterhin rasant fortsetzen wird. Fachinformatiker/innen in der Fachrichtung Anwendungsentwicklung werden daher gefragt sein: Sie entwerfen Softwareprojekte, setzen sie fachgerecht sowie benutzerfreundlich um und schulen die Benutzer.
Berufe wie dieser sind keineswegs typische Männerberufe. Sie setzen teilweise sogar besonders die Eigenschaften voraus, die bisher als „typisch weiblich“ galten, zum Beispiel Fingerspitzengefühl. Für alle Geschlechter bieten MINT-Berufe hervorragende Jobchancen.
„Und das Angebot an MINT-Ausbildungsstellen in der Region Trier ist groß,“ sagt Hanna Kunze, Beauftragte für Chancengleichheit am Arbeitsmarkt der Agentur für Arbeit Trier. Unter den Top Ten der gemeldeten Ausbildungsstellen, stammt die Hälfte aus diesen Berufen. Doch zugleich bleiben zahlreiche MINT-Ausbildungsstellen unbesetzt. „Mit einem Anteil von elf Prozent sind es noch immer noch vergleichsweise wenige Frauen, die sich für einen mathematisch-technischen oder IT-Beruf entscheiden“ erklärt Hanna Kunze von der Agentur für Arbeit. „Da geht noch mehr!“
Sie ermutigt junge Mädchen für eine solche Ausbildung. Denn für alle jungen Menschen mit Interesse an MINT gilt: Die späteren Verdienstmöglichkeiten sind sehr gut. Durchschnittlich 3.932 Euro brutto verdienten sozialversicherungspflichtige Beschäftigte aus Rheinland-Pfalz in MINT-Berufen im Jahr 2019 im Mittel. Das sind rund 250 Euro mehr als der Querschnitt aller Berufe.

Kannst auch du dir eine Ausbildung in einem MINT-Beruf vorstellen, weißt aber noch nicht genau welchen? Dann wende dich an die Berufsberatung der Agentur für Arbeit Trier, Telefon: 0651 205 1111 und 0800 4 5555 00 oder Trier.Berufsberatung@arbeitsagentur.de

Text: Agentur für Arbeit Trier