Was ist das eigentlich genau?

Du hast schon einmal von einem Dualen Studium gehört, weißt aber nicht so genau, was dahintersteckt? Ein Duales Studium verbindet eine Ausbildung in einem Betrieb mit einem Studium z.B. an der Hochschule Trier. Im Handwerk gibt es diese Möglichkeit der Kombination eines Studiums der Technischen Gebäudeausrüstung und Versorgungstechnik mit einer Ausbildung zum Anlagenmechaniker für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik. Auch ein Studium der Elektrotechnik kann mit der Ausbildung zum Elektroniker kombiniert werden sowie das Studium Bauingenieurwesen mit den Ausbildungsberufen Maurer, Straßenbauer oder Zimmerer. Am Ende hat man dann zwei anerkannte Abschlüsse: Einen Gesellenbrief und einen Bachelor-Abschluss. Nur dann ist es ein „echtes“ Duales Studium. Es werden auch bundesweit viele duale Studiengänge angeboten, die aber lediglich einen Praxisanteil haben, aber nicht zu zwei Abschlüssen führen. Hier sollte man genauer hinsehen.

Um ein Duales Studium beginnen zu können, muss man sich zunächst bei einem Ausbildungsbetrieb in dem jeweiligen Beruf bewerben. Insbesondere größere Betriebe mit Ingenieurbedarf kommen hierfür in Frage. Es wird ein Lehrvertrag mit einer Zusatzvereinbarung abgeschlossen, die den Ablauf des Dualen Studiums regelt.

Das Duale Studium im Handwerk beginnt wie eine „normale“ Ausbildung im Betrieb und der Berufsschule sowie der Überbetrieblichen Lehrlingsunterweisung in den Werkstätten der Handwerkskammer. Im darauffolgenden Jahr wechselt man dann an die Hochschule und studiert das jeweilige Fach. Damit endet auch schon der Berufsschulunterricht, der in nur einem Jahr sehr kompakt vermittelt wird. In den Semesterferien kann man sich aber nicht ausruhen wie vielleicht viele andere Studierende, sondern muss in den Betrieb zurück, um die Mindestausbildungszeit, die man zur Zulassung zur Gesellenprüfung braucht, zu erreichen. Beim 5. Semester handelt es sich üblicherweise um das Praxissemester, welches dann auch im Ausbildungsbetrieb verbracht wird. Danach erfolgt dann der Abschluss der Ausbildung mit der Gesellenprüfung.

Voraussetzung für dieses Studienmodell ist das Abitur oder die Fachhochschulreife. Zudem sollte man sehr motiviert und leistungsbereit sein, um ein Duales Studium zu absolvieren. Dennoch, mit dem Abschluss des Studiums und der Ausbildung ist man natürlich auf dem Arbeitsmarkt eine gefragte Person, weil man einfach schon viele praktische Erfahrungen gemacht hat und nicht nur die Theorie aus dem Studium mitbringt.

Und das Modell hat den Vorteil, dass man auch vom Betrieb eine Ausbildungsvergütung erhält, beim Dualen Studium Bauingenieurwesen sogar auch während der Zeit, an der man an der Hochschule studiert.

Kontakt:
Petra Kollmann,Handwerkskammer Trier
Tel.: 0651 207232 oder
per Mail an pkollmann@hwk-trier.de

Text: HWK Trier