Wo genau soll es für mich hingehen? Diese Frage stellen sich angehende Azubis immer wieder. Bei dem riesigen Angebot, das heutzutage auf junge Schüler einprasselt, ist das kein Wunder.
Dazu kommt der Druck, ganz eigenständig die richtige Entscheidung für seine Zukunft zu treffen.
Wie das gehen soll, wenn man sich in der Berufswelt doch noch gar nicht auskennt, ist im Grunde ganz leicht. Denn zum Glück seid ihr nicht allein:

Linda Helfen und Petra Kollmann (Projektmitarbeiterinnen des Programmes „Passgenaue Ausbildungsplatzvermittlung“ bei der IHK und der HWK Trier) unterstützen euch gerne auf dem Weg in eure berufliche Zukunft.

Wenn es nach den beiden geht, dann gehören dazu nur wenige Zutaten:

Du! Denn du kennst dich selbst – mit all deinen Kenntnissen, Fähigkeiten und Interessen –
am besten.

Der Austausch mit Freunden und Verwandten.

Berater, die sich in der Berufswelt auskennen.

Zusammen in einem Topf ergibt sich so ein gutes Rezept für eure Zukunft.
Die Berater findet ihr bei der Bundesagentur für Arbeit, bei der Handwerkskammer Trier, bei der Industrie- und Handelskammer Trier und auch bei der Landwirtschaftskammer.
Wir haben Linda Helfen von der IHK Trier getroffen und nachgehört:

Warum sollten sich angehende Azubis ruhig auch bei den Kammern beraten lassen?

Linda Helfen:
Wir als Kammern kennen unsere Betriebe gut. Wir befinden uns im ständigen Austausch. Meldet ein Unternehmen bei uns Bedarf an Auszubildenden an, vereinbare ich erst einmal einen Termin vor Ort. Hier geben mir die Unternehmen die Chance, mir ein umfangreiches Bild von ihren Ausbildungsberufen und dem Arbeitsumfeld zu machen. Das ist sehr hilfreich für die Gespräche mit den Bewerbern. Dann kann ich nicht nur über die Berufe informieren, sondern auch einen Einblick in die gelebte Ausbildung geben.

Wenn wir für euch interessante Berufe und Unternehmen gefunden haben, kommt das Wichtigste: Verschafft euch selbst einen eigenen Eindruck durch ein Praktikum.

Gibt es einen „besten Zeitpunkt“, sich über alle Möglichkeiten der Ausbildung zu informieren?

Linda Helfen:
Mindestens ein Jahr vor dem Start der Ausbildung sollte man die Beratungsangebote nutzen, um auch noch die Möglichkeit zu haben, Praktika zu absolvieren. Denn mit der Information über Berufe ist es wie mit der Mathematik: Wenn man immer nur theoretisch lernt, kann das gut gehen, ist aber manchmal ganz schön schwer. Wenn man dann aber die Hintergründe im Praxisbezug erforscht, fällt es gleich viel leichter.
Und das Wichtigste überhaupt ist: Traut euch, den ersten Schritt in den neuen Lebensabschnitt zu gehen – gehen zu wollen! Die Ausbildung ist nur der erste Schritt in das Berufsleben. Daraus werden sich viele weitere Entwicklungschancen ergeben, wie Weiterbildungen, Aufstiegsfortbildungen, Spezialisierung und vieles mehr.

Wodurch kam es denn zu solch einem Projekt?

Linda Helfen:
Schon einige Jahre haben viele Unternehmen den Fachkräftemangel am eigenen Leib erfahren. Vor über 10 Jahren haben dann das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie und der Europäische Sozialfonds das Projekt „Passgenaue Besetzung“ gestartet, um klein- und mittelständischen Unternehmen flankierende Hilfe bei der Suche nach passendem Fachkräftenachwuchs zu geben.
Die Trierer Kammern beteiligen sich gerne an diesem geförderten Projekt. So können wir unseren Teil dazu beitragen, dass einerseits mehr junge Menschen ihre Zukunft in einer passenden Ausbildung starten können und zum anderen unsere Unternehmen die richtigen Fachkräfte für unsere Zukunft finden können.

KONTAKT:

IHK Trier, Linda Helfen, Telefon: (06 51) 97 77-3 61, E-Mail: helfen@trier.ihk.de

Autor/Foto: IHK Trier